Der Rückforderungsanspruch der betroffenen Glücksspieler basiert auf § 812 BGB – einer ungerechtfertigten Bereicherung. Danach muss derjenige, der etwas ohne Rechtsgrund erlangt, das Erlangte wieder herausgeben. Casinos, die Glücksspiele ohne Lizenz anbieten, handeln illegal und erwerben den jeweiligen Spieleinsatz ohne Rechtsgrund, weil der Vertrag zwischen Spieler und Anbieter nichtig ist.

  • Analysieren, ob Verluste aus möglicher Spielsucht in einer Phase der Selbstsperre entstanden sind.
  • Beantragen einer amtlichen Sperre über die zentrale Sperrdatei OASIS, um weitere Verluste zu stoppen.
  • Kontaktaufnahme mit einer Beratungsstelle für problematisches Spielverhalten (z.B. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung).
  • Bei nachgewiesener Spielsucht kann ein arglistig herbeigeführter Vertrag anfechtbar sein.

Die Glücksspiel-Anbieter werden die Einsätze allerdings nicht automatisch und auch nicht freiwillig zurückzahlen. Die Betroffenen müssen ihre Forderungen allerdings ausdrücklich geltend machen, um nach dem Online-Glücksspiel wirklich Geld zurück zu bekommen. Hierfür sollten Verbraucher ruhig einen Anwalt einschalten und ihre verlorenen Spieleinsätze vor Gericht einklagen. Es sind bereits einige Urteile zugunsten der Spieler ergangen. das Oberlandesgericht München zulasten des Casinos geurteilt: Der Spieler bekommt sein Geld zurück nach dem Online-Glücksspiel, weil dieses illegal war.

Anwalt konsultieren: Warum Sie jetzt handeln sollten

Spieler, die bei solchen illegalen Anbietern gezockt und verloren haben, bekommen unter Umständen das im Online-Glücksspiel verspielte Geld zurück – und zwar all ihre Einsätze aus den letzten zehn Jahren. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der jeweilige Spieler zu keiner Zeit wusste, dass er an einem illegalen Glücksspiel teilnimmt. Der Rückforderungsanspruch besteht nicht nur gegenüber dem jeweiligen Casino, sondern unter Umständen auch gegenüber Banken und anderen Zahlungsdienstleistern wie Paypal. Denn auch die Mitwirkung am Glücksspiel war und ist illegal. Wichtig: Aufgrund des neuen Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) vom 1.

Spielt es eine Rolle, dass die Glücksspielbetreiber ihren Sitz im Ausland haben?

Juli 2021 sind Online-Glücksspiele nur dann legal, wenn der Anbieter eine deutsche Lizenz beantragt und erteilt bekommen hat. Ohne Lizenz bleiben diese Angebote verboten und der Vertrag zwischen Casino und Spieler nichtig. Illegal sind darüber hinaus Anbieter, die die Auflagen des GlüStV missachten. Deshalb erhalten auch solche Teilnehmer am Online-Glücksspiel ihr Geld zurück, die ihre Spieleinsätze ab dem 1. Juli 2021 verloren haben. Für die Richter spielte es dabei übrigens keine Rolle, dass der Glücksspieler von der Illegalität wusste (OLG München, Beschluss vom 20.09.2022, Az.

  • Nutzung von Verbraucherschutzzentralen oder Online-Streitbeilegungsplattformen (OS-Plattform).
  • Durchführung eines Mediationsverfahrens, sofern vom Anbieter angeboten.
  • Beteiligung an Musterfeststellungsklagen oder Sammelklagen bei systematischen Verstößen.
  • Öffentliche Darstellung des Falls in seriösen Verbraucherforen zur Erzeugung von Druck.

Um herauszufinden, ob Chancen auf eine Rückerstattung der Spielverluste bestehen, bietet sich eine juristische Ersteinschätzung an, die manche spezialisierte Kanzleien wie beispielsweise Sportwetten-Kanzlei.de mittlerweile auch online kostenlos und unverbindlich anbieten.

  • Sicherstellen, dass alle eigenen Angaben bei der Kontoeröffnung wahrheitsgemäß waren.
  • Prüfen, ob der Anbieter eine ausreichende Spielerselbsteinschätzung und Einwilligung eingeholt hat.
  • Dokumentation von eventuell irreführender Werbung oder aggressiven Marketingmaßnahmen.
  • Festhalten von Gesprächsprotokollen und Aussagen des Supports mit Datum und Uhrzeit.

Wer nach dem illegalen Online-Glücksspiel sein Geld zurück will, kann darüber hinaus Folgendes tun: Widerspruch gegen den Kreditkartenabbuchung einlegen und das Kreditkarteninstitut zur Rückbuchung des abgebuchten Betrags auffordern – am besten mit Verweis auf das illegale Glücksspiel Widerspruch gegen die erfolgte Abbuchung im Rahmen eines SEPA-Lastschriftverfahrens innerhalb von acht Wochen nach der Buchung – dann besteht ein Erstattungsanspruch Widerspruch gegen die vorgenommene Überweisung beim Online-Bezahldienst – verbunden mit der Anweisung, das Geld von der Empfängerbank zurückzuholen Das Landgericht Dresden hat entschieden, dass ein Spieler genau 46.412 Euro plus rund 16.000 Euro Zinsen von Tipico zurückbekommen soll (Az. Der Sportwettanbieter hatte keine gültige Lizenz für sein Angebot im deutschen Internet. Meist hatten sie Lizenzen aus dem europäischen Ausland. Auch BGH gegen Tipico: Signal an alle, die ihre Verluste aus Online-Sportwetten zurückholen wollen Bereits am am 27. Juni 2024 stellte sich der BGH auf die Seite eines weiteren Spielers, der auch seine Verluste zurückfordert.

Prüfe jetzt, ob du Anspruch auf Rückzahlung hast

Selbst wenn Casinoanbieterinnen mit europäischen Lizenzen (z.B., Malta oder Gibraltar) geworben haben, war ihr Glücksspielangebot in Deutschland rechtswidrig. Auch wenn ein Casinoanbieter in einem bestimmten Bundesland zugelassen war, galt das Glücksspiel als illegal, wenn Spielerinnen aus einem anderen Bundesland Zahlungen vornahmen. Sie können Klage am Gericht Ihres Wohnsitzes einreichen, da Sie dort in der Regel gespielt haben. Dies gilt für alle Anbieter, selbst wenn diese ihren Sitz im Ausland haben. Aufgrund der klaren Rechtslage sind nur wenige Voraussetzungen für Spieler zu erfüllen: Wenn der Anbieter keine gültige Lizenz besitzt, können Sie Ihr Geld zurückfordern – und das bis zu 10 Jahre rückwirkend.

Erfolgsfälle: So urteilen die Gerichte

Am 16. April 2026 fällte der Europäische Gerichtshof ein wegweisendes Urteil zur Zulässigkeit von Online-Casinos. Die Rechte von Verbrauchern wurde durch diese Entscheidung erheblich gestärkt, was Verfahren zur Rückerstattung von Spieleinsätzen künftig vereinfacht. In den meisten Fällen erhalten Verbraucher nach einem illegalen Online-Glücksspiel ihr Geld zurück. Sie müssen ihren verlorenen Spieleinsatz allerdings ausdrücklich zurückfordern, denn die Casinos zahlen nicht automatisch. Das Urteil soll am 25. Juli schriftlich folgen. Nicht nur für den einen Spieler ist das eine gute Sache. Sondern für alle, die ihre Verluste aus illegal angebotenem Online-Glücksspiel zurückholen möchten, bedeutet das, dass sie jetzt beste Chancen auf Erfolg haben.

Erfolgreiche Klage gegen Sportwettenanbieter

Bis zum 01.07.2021 war Online-Glücksspiel in Deutschland grundsätzlich gesetzlich verboten (§ 284 StGB, § 4 Abs. 4 Glücksspielstaatsvertrag). Trotzdem haben viele Online-Casinos in Deutschland unrechtmäßig operiert, da sie keine gültige Lizenz hatten. Aufgrund dieses illegalen Vorgehens haben Spieler*innen das Recht, ihre gezahlten Einsätze zurückzufordern. Wenn Sie durch unerlaubtes Glücksspiel einen Gewinn erzielt haben und der Anbieter die Auszahlung verweigert, besteht kein Anspruch auf die Auszahlung des Gewinns.

Online-Sportwetten: Wagt Anbieter Tipico Showdown vor dem Bundesgerichtshof?

Die Nichtigkeit des Spielvertrags gilt in beide Richtungen. Das Casino oder der Wettanbieter darf einen illegal erzielten Gewinn nicht einbehalten, und der Spieler kann die Rückzahlung fordern. Wenn am Ende ein Verlust im Saldo steht, können Sie diesen zurückfordern. Der einzelne Gewinn wird dann lediglich als Verrechnungsposten betrachtet. Die Ansprüche stehen Ihnen direkt gegen den Betreiber des Online-Casinos zu. Denn das zu erwartende Urteil strahlt auf alle weiteren Entscheidungen in Deutschland aus. Das betrifft alle Angebote vor bet fußball wetten ki Oktober 2020.

Verstoßart Kurzbeschreibung Rechtliche Grundlage Mögliche Folge
Fehlende Glücksspiellizenz Anbieter operiert ohne gültige Genehmigung der deutschen Behörden § 4 GlüStV (Glücksspielstaatsvertrag) Vertrag ist nichtig, Einsätze sind zurückzuzahlen
Unzureichende Spielersperre Anbieter erlaubt gesperrten Spielern weiteres Wetten § 5 GlüStV (Sperrsystem) Verluste nach Sperrantrag sind erstattungsfähig
Irreführende Werbung Lockangebote mit unrealistischen Gewinnversprechen § 5a UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) Rückabwicklung der getätigten Geschäfte
Mangelnde Altersverifikation Keine ausreichende Überprüfung des Mindestalters (18+) § 6 GlStV Volle Rückforderung aller Verluste möglich

Ab diesem Zeitpunkt wurden erstmalig passende Lizenzen herausgegeben. Spielverluste aus den vergangenen 10 Jahren können zurückgefordert werden. Wer jetzt möglichst viel Geld zurückholen möchte, sollte also schnell sein und klagen. Im aktuellen Fall hatte der Spieler zwischen Juli 2013 und Januar 2019 gewettet. Insgesamt hatte der Spieler 60.614 Euro auf sein Spielerkonto eingezahlt aber nur 14.220 Euro gewonnen. Dass das Angebot von Tipico illegal gewesen ist, wusste er nicht.

Verbraucher erstritt Rückerstattung von über 35.000€ Verlusten aus illegalen Online-Sportwetten

Spieler, die im Online-Casino zocken, sind ihr Geld sehr schnell los. Bis einschließlich 30. Juni 2021 waren Online-Glücksspiele in Deutschland allerdings überwiegend verboten und entsprechende Verträge zwischen den Casinos und ihren Spielern nichtig. Zu den verbotenen Glücksspiel-Angeboten gehörten insbesondere: nicht offizielle Zweitlotterien wie Lottohelden und Lottoland Teilnehmer am Online-Glücksspiel können ihr Geld zurückfordern, wenn sie diesen Spieleinsatz vor dem 1. Juli 2021 verloren haben.

Warum kann man bspw. bei Online-Casinos wie Pokerstars o. Sportwett-Anbietern sein Geld (Verluste) zurückverlangen?

Denn die Angebote der meisten Online-Casinos waren und sind illegal: Das gilt insbesondere für Anbieter mit einer europäischen Lizenz etwa auf Gibraltar oder Malta, weil deren Lizenzen in Deutschland ungültig sind. Wenn ein Casino eine Zulassung in einem Bundesland besitzt (z. B. in Schleswig-Holstein, wo Glücksspiel seit 2012 legal ist), der Glücksspieler jedoch aus einem anderen Bundesland heraus gezahlt hat, war das Online-Glücksspiel ebenfalls rechtswidrig. Auch heute noch bieten vereinzelte Online-Casinos illegal Glücksspiele an, weil sie keine deutsche Lizenz bet sportwetten ohne lugas seriös für ihre Angebote besitzen. Schließlich war die Seite – bis auf die Altersbeschränkung – für jeden frei zugänglich, in bestem Deutsch verfasst und sah komplett seriös aus. Dass in seinem Spielzeitraum Online-Glücksspiel in Deutschland sogar verboten war, wusste er auch nicht.

Fehler Beschreibung Mögliche negative Folge Korrekte Vorgehensweise
Zu langes Abwarten Spieler zögert aus Scham oder Unwissenheit Verjährung von Ansprüchen (meist 3 Jahre) Umgehende Sicherung aller Beweise und rechtliche Prüfung
Konfrontative Erstkommunikation Aggressive oder beleidigende Forderung per E-Mail/Chat Anbieter bricht Kommunikation ab, erschwert Vergleich Sachliche, förmliche Anfrage mit Fristsetzung
Unvollständige Dokumentation Transaktionshistorie nur teilweise gesichert Rückforderung nur für belegte Beträge möglich Kompletten Kontoauszug (PDF) und Screenshots sichern
Verzicht auf anwaltliche Hilfe bei hohen Summen Laie verhandelt selbst mit der Rechtsabteilung des Konzerns Unvorteilhafte Vergleiche, Übersehen von Ansprüchen Bei Beträgen > 2.000 € frühzeitig Fachanwalt einschalten
Ignorieren von Vergleichsangeboten Spieler lehnt Teilrückzahlung aus Prinzip ab Langer, kostspieliger Rechtsstreit ohne Erfolgsgarantie Angebot juristisch und finanziell bewerten lassen

Lediglich in Schleswig-Holstein war Online-Glücksspiel mit der passenden Lizenz erlaubt. Die Ausnahmeregelung in Schleswig-Holstein öffnete den Online-Casinos und Online-Sportwettanbietern die Tür zur Illegalität.

  • Vorbeugende Maßnahmen: Nur bei staatlich lizenzierten Anbietern mit deutschem Kundensupport spielen.
  • Einrichtung von Einzahlungs- und Verlustlimits im Spielerkonto.
  • Regelmäßige Pausen einlegen und Spielverhalten kritisch hinterfragen.
  • Bei Unklarheiten über Wettregeln oder Quoten immer zuerst den Support kontaktieren, bevor man wettet.

Die Kontrolle von Online-Glücksspiel war über die Bundesländer verteilt, doch offensichtlich fühlte sich niemand dafür zuständig.

Konkrete Voraussetzungen auf einen Blick

Bis zum 30. Juni 2021 waren nahezu alle Anbieter illegal – auch solche mit einer Lizenz aus dem europäischen Ausland, denn diese gilt in Deutschland nicht (das ist entscheidend dafür, ob Sie bspw. durch ein Online-Casino verlorenes Geld zurück erhalten können oder nicht). Die Glücksspiel-Angebote vieler Anbieter sind aber seit Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) hierzulande offiziell lizensiert. Da die Glücksspiel-Anbieter wahrscheinlich nicht freiwillig zahlen werden, ist es ratsam, einen Anwalt einzuschalten, der die Erfolgsaussichten einer Klage und das weitere Vorgehen genau prüft.

Wetten-Geld zurück – häufig durch Prozess erzwingbar

Wer sich dies nicht leisten kann, erhält unter Umständen Prozesskostenhilfe. Was Sie noch tun können, erfahren Sie hier. Mehr zum Thema Glücksspiel lesen Sie in diesen Ratgebern: Alles zu Casinos mit und ohne Lizenz Können Sie gegen Online-Casinos Klage erheben? Können Sie nach Sportwetten Ihr Geld zurückbekommen? Mit anwaltlicher Hilfe gegen Online-Casino vorgehen Wie bekommen Sie vom bet sportwetten usa legal Online-Casino Geld zurück? So entstand ein gigantischer unregulierter Schwarzmarkt, auf dem die Anbieter jahrelang tun und lassen konnten, was sie wollten und damit ungebremst sehr viele Menschen in den Sog der Sucht brachten. Zahlreiche unserer Mandanten haben wesentlich mehr als 50.000 Euro verzockt und sind finanziell ruiniert. Oft geht es ihnen auch psychisch und sozial nicht gut. Der Weg aus der Sucht ist für viele kein Spaziergang.

Dokumententyp Beschreibung / Inhalt Zweck / Notwendigkeit
Kontoauszüge & Transaktionshistorie Vollständiger Verlauf aller Ein- und Auszahlungen sowie Wetteinsätze Beweisführung der Höhe der Verluste
Kommunikation mit dem Anbieter E-Mails, Chat-Protokolle, Beschwerde-Schreiben Nachweis der Auseinandersetzung und von Anbieterverhalten
Nachweis über mangelnde Lizenz Auszug aus der Glücksspielbehörde (z.B. GGL-Liste) Beweis der Illegalität des Anbieters
Screenshot der Werbung / AGB Irreführende Bonusbedingungen oder falsche Versprechen Grundlage für Anfechtung wegen Täuschung
Persönliche Vermögensaufstellung Darstellung der finanziellen Situation und Spielsucht-Symptome Unterstützung bei Klage auf Sittenwidrigkeit (§ 138 BGB)

Erfreulich ist immerhin, dass nun endlich wesentlich mehr rechtliche Klarheit herrscht. Das beschleunigt den Zeitraum, in dem die Fälle verhandelt werden. Der BGH hat sich bereits im März 2024 in einem Hinweisbeschluss deutlich für einen Spieler ausgesprochen, der seine Verluste von Betano zurückforderte.