Der Rennwettsteuer unterliegen: Pferderennen an einem Totalisator undbei einer Buchmacherin oder einem Buchmacher abgeschlossenen Wetten.
Fazit: Gewinne sind steuerfrei und es geht auch ohne Wettsteuer
Bei der Wettsteuer handelt es sich um eine sogenannte Ländersteuer. Sie beschert den Bundesländern satte Einnahmen: Nach Angaben des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) überwiesen im Jahr 2022 die Sportwettenanbieter 432 Millionen Euro Wettsteuer. Bei den Anbietern selbst bleibt dennoch einiges hängen: Laut dem Deutschen Sportwettenverband (DSWV) verzeichneten die legalen Sportwettenanbieter in Deutschland im Jahr 2023 Spieleinsätze von fast 8 Milliarden Euro. Sie müssen die Rennwett-, Lotterie- oder Sportwettensteuer anmelden und bezahlen, wenn Sie einen Totalisator zum Abschluss von Wetten auf Rennpferde betreiben oder als Buchmacherin oder Buchmacher tätig sind Der Totalisator ermittelt im Vorfeld eines Pferderennens aus allen Wetteinsätzen kontinuierlich bis zum Rennstart die Gewinnquoten. Die Teilnehmenden wetten dabei untereinander und nicht gegen eine Buchmacherin oder einen Buchmacher. bei einer Buchmacherin oder einem Buchmacher abgeschlossenen Wetten. Von den abgeschlossenen Rennwetten müssen Sie eine Steuer von 5,3 % des Wetteinsatzes bezahlen.
| Formular / Anlage | Verwendungszweck | Pflicht oder freiwillig? | Inhalt |
|---|---|---|---|
| Anlage SO (Sonstige Einkünfte) | Angabe privater Spielgewinne | Freiwillig, aber empfohlen | Bruttogewinn, keine Verluste |
| Anlage G (Gewerbebetrieb) | Bei gewerblichem Wetten | Pflicht bei Gewerbeanmeldung | Einnahmen, Ausgaben, Gewinn |
| Anlage KAP (Kapitalerträge) | Falsch für Sportwetten (Ausland evtl.) | Nein | Nicht verwenden |
| EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) | Bei gewerblicher Tätigkeit | Pflicht als Anlage zu Anlage G | Detaillierte Aufstellung aller Umsätze |
Ihre Steuerschuld als Totalisator beziehungsweise als Buchmacherin oder Buchmacher entsteht mit der Leistung des Wetteinsatzes, also in dem Moment, in dem die Spielerin oder der Spieler den Wetteinsatz zahlt.
- Ein Gewerbe liegt vor bei systematischer, dauerhafter und unternehmerischer Ausrichtung der Wettaktivität.
- Indizien sind: hoher Kapitaleinsatz, Nutzung professioneller Software/Tools, hohe Wetterfrequenz.
- Das Führen eines detaillierten Wett-Tagebuchs kann sowohl ein Indiz für Gewerblichkeit als auch ein Nachweis für private Absicht sein.
- Die Absicht, den Lebensunterhalt ganz oder teilweise aus Wetterträgen zu bestreiten, ist ein starkes Indiz.
- Die Beweislast für die Gewerblichkeit trägt im Zweifel das Finanzamt.
- Ein einmaliger, sehr hoher Gewinn begründet für sich allein meist noch keine gewerbliche Tätigkeit.
Der Lotteriesteuer unterliegen in Deutschland veranstaltete öffentliche Lotterien und Ausspielungen.
Diese Gewinne sind in Deutschland steuerfrei
Ein Blick auf die Quoten verschiedener Anbieter von Online-Sportwetten zeigt, der Einsatz kann sich lohnen. Bei zehn Euro Einsatz auf England als neuen Europameister sind Gewinne von 40 oder 50 Euro drin, bei Deutschland sind es 60 oder 70 Euro. Außenseiter wie Österreich locken mit Gewinnen von 500 bis 800 Euro, Georgien gar mit 5.000 Euro. Ob kleiner oder großer Gewinn: Über das Finanzamt müssen sich Wettfreunde keine Gedanken machen. Und zwar unabhängig von der Höhe des Gewinns und unabhängig davon, ob die Wetten online oder vor Ort beispielsweise in einem Wettbüro platziert wurden.
Muss man Sportwetten versteuern?
Das gilt nicht nur für Fußballwetten, sondern auch für Wetten auf andere Sportarten wie Handball, Basketball, Tennis, Dart oder Pferderennen. Sämtliche Gewinne aus solchen Wetten müssen nicht versteuert und auch nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Wichtig dabei ist, dass die Spielerin oder der Spieler nicht professionell wettet. Stehen für das Wetten rein gewerbliche Aspekte im Vordergrund, sieht die Sache anders aus. Dann gilt man sozusagen als Berufsspielerin oder Berufsspieler – und in dem Fall werden unter Umständen auch Steuern auf die Gewinne fällig. Die Steuer beträgt 20 % des Teilnahmeentgelts abzüglich der Lotteriesteuer.
| Wettart | Steuerliche Einstufung | Nachweispflicht | Typische Anbieter |
|---|---|---|---|
| Einzelwette (Sport) | Steuerfreier Spielgewinn | Auszüge der Wettkonten | Bet365, Tipico, Interwetten |
| Kombiwette (Akkumulator) | Steuerfreier Spielgewinn | Gesamtnachweis des Einsatzes & Gewinns | Alle gängigen Buchmacher |
| Live-Wetten | Steuerfreier Spielgewinn | Transaktionshistorie erforderlich | Bwin, Unibet, Bet-at-home |
| Fantasy Sports / Daily Fantasy | Gewerbliche Einkünfte möglich | Ausführliche Buchhaltung nötig | DraftKings, FanDuel |
Das Teilnahmeentgelt setzt sich zusammen aus: dem Lospreis der Spielerin oder des Spielers zur Teilnahme an der Lotterie oder Ausspielungzuzüglich möglicher von der Veranstalterin oder dem Veranstalter festgelegter Gebühren.
- Die rechtliche Entwicklung (Glücksspielstaatsvertrag, neue EU-Richtlinien) kann Steuerregelungen verändern.
- Die fortschreitende Digitalisierung und Regulierung des Marktes erhöht die Transparenz gegenüber Finanzbehörden.
- Viele Länder diskutieren eine pauschale Besteuerung aller Wettgewinne, unabhängig von der Gewerblichkeit.
- Automatisierte Meldesysteme zwischen Wettanbietern und Steuerbehörden (z.B. in Österreich) werden wahrscheinlicher.
- Steuerpflichtige sollten sich über Änderungen in ihrem Wohnsitzland und bei ihren genutzten Anbietern informieren.
- Die Tendenz geht zu einer stärkeren Besteuerung und Überwachung von Glücksspielerträgen.
dem Lospreis der Spielerin oder des Spielers zur Teilnahme an der Lotterie oder Ausspielung zuzüglich möglicher von der Veranstalterin oder dem Veranstalter festgelegter Gebühren. Von der Besteuerung ausgenommen sind öffentliche Lotterien und Ausspielungen bei denen der Gesamtbetrag der geleisteten Teilnahmeentgelte den Wert von 1.000 EUR nicht übersteigt oderzu ausschließlich gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken, bei denen der Gesamtbetrag der geleisteten Teilnahmeentgelte den Wert von 40.000 EUR nicht übersteigt und der Reinertrag für die genannten Zwecke verwendet wird bei denen der Gesamtbetrag der geleisteten Teilnahmeentgelte den Wert von 1.000 EUR nicht übersteigt oder zu ausschließlich gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken, bei denen der Gesamtbetrag der geleisteten Teilnahmeentgelte den Wert von 40.000 EUR nicht übersteigt und der Reinertrag für die genannten Zwecke verwendet wird Wenn eine genehmigte Lotterie oder Ausspielung von der Lotteriesteuer freigestellt ist, unterliegen die Umsätze aus dem Verkauf der Lose grundsätzlich der Umsatzsteuer. Die Steuerschuld entsteht für öffentliche Lotterien und Ausspielungen zu dem Zeitpunkt, zu dem die Spielerin oder der Spieler das Teilnahmeentgelt zahlt.
Muss ich das Sportwetten Startguthaben versteuern?
Wettsteuer vom Tipp: Der/Die Anbieter/in zieht die 5,3 Prozent direkt von Ihrem Wetteinsatz ab. Sonderberechnungsmodelle: Vereinzelte Anbieter/innen haben besondere Modelle zur Weiterberechnung der Wettsteuer entwickelt und verändern zum Beispiel die Wettquote entsprechend. Außerdem gibt es nach wie vor auch Anbieter/innen ohne Wettsteuer. Ein Anbieter-Vergleich im Vorfeld lohnt sich in Sachen Sportwetten also allemal. Wer sein ganzes Einkommen mit Sportwetten macht, gilt als Berufsspieler/in.
Ab wann gilt man eigentlich als Berufsspieler?
Genau wie beim Poker werden dann auch gegebenenfalls Steuern auf die Gewinne fällig. Die spannende Frage lautet: Wer wird Europameister? Das Gute: Gewinne aus Sportwetten sind steuerfrei. Die Fußball Europameisterschaft läuft auf vollen Touren. Wer sich für Sportwetten begeistert, der kann auf den Sieger des Turniers tippen. Sportwetten von inländischen und ausländischen Anbieterinnen und Anbietern, die in Deutschland veranstaltet werden oder bei denen die Spielerinnen und Spieler ihren Wohnsitz in Deutschland haben, unterliegen der Sportwettensteuer. Alle in Deutschland getätigten Sportwetten werden mit 5,3 % des Spieleinsatzes besteuert.
| Begriff | Definition | Steuerliche Relevanz | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Privates Glücksspiel | Gelegenheitsspiel ohne Gewinnerzielungsabsicht | Gewinne steuerfrei, Verluste nicht abziehbar | Gelegentliches Wetten am Wochenende |
| Gewerbliche Spieltätigkeit | Nachhaltige, unternehmerische Betätigung | Gewinne voll steuerpflichtig, Verluste abziehbar | Vollzeit-Trader mit System und Bankroll-Management |
| Sonstige Einkünfte (§ 22 EStG) | Einkünfte, die nicht den anderen Kategorien zuzuordnen sind | Hier werden private Spielgewinne deklariert (steuerfrei). | Angabe eines großen Wetterlöses in Anlage SO |
| Anlage SO | Formular für "sonstige Einkünfte" in der Steuererklärung | Zuständige Anlage für die Meldung privater Spielgewinne. | Eintrag unter "andere Leistungen" mit Gesamtgewinn |
| Nachweispflicht | Obliegenheit, Tatsachen belegen zu können | Bei Anfrage des Finanzamts müssen Gewinne belegt werden. | Vorlage von Kontoauszügen des Wettanbieters |
Auch über das Internet abgeschlossene Sportwetten, werden besteuert. Die Steuerschuld entsteht bei Sportwetten mit der Leistung des Wetteinsatzes, also in dem Moment, in dem die Spielerin oder der Spieler den Wetteinsatz zahlt.
Kann ich die Wettsteuer umgehen?
Dazu gehören beispielsweise Einzahlungslimits, Einschränkung des Angebots von Livewetten und verpflichtende Maßnahmen für den Spielerschutz. Ob Fußball Sportwetten, Sportwetten auf Tennis oder Dart sowie Pferdewetten, ob online oder offline: Wenn Sie den richtigen Riecher hatten und Wettgewinne kassieren konnten, können Sie sich doppelt freuen. Nun, in Deutschland werden Steuern nur für die Einkünfte fällig, die zu den sieben Einkunftsarten gehören. Ihr Arbeitslohn zählt beispielsweise zu den sogenannten Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit. Deshalb müssen Sie auch monatlich Lohnsteuer zahlen.
Sportwetten Gewinne Versteuern Österreich
Wettgewinne gehören allerdings nicht zu den sieben Einkunftsarten und bleiben folgerichtig steuerfrei. Würde der Staat Steuern auf Ihre Wettgewinne aus Sportwetten verlangen, dürften Sie im Umkehrschluss auch Ihre Verluste steuerlich geltend machen. Da das aber für den Staat ein Verlustgeschäft wäre, verzichtet er hier großzügig auf die Besteuerung. Die Steuerbefreiung gilt nicht nur für Wettgewinne aus Sportwetten, sondern auch für Lottogewinne. Denn entscheidender Faktor für den Gewinn ist das Glück, nicht das Können. Wenn Sie Sportwetten veranstalten und Sie Ihren Wohnsitz oder Sitz nicht in der Europäischen Union (EU) oder einem Vertragsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) haben, müssen Sie eine steuerlich beauftragte Person in Deutschland benennen. Steuerlich beauftragte Person kann jemand sein, der seinen Wohn- oder Geschäftssitz in Deutschland hat,zuverlässig im Umgang mit steuerlichen Pflichten ist undordnungsgemäße Geschäftsunterlagen führt und Jahresabschlüsse rechtzeitig erstellt, sofern eine Buchführungspflicht besteht.
Vorsicht Falle: Hierauf musst du achten
Wer allerdings eine Leistung für seinen Gewinn erbringt – zum Beispiel bei einer Spielshow Quizfragen beantwortet –, muss den Gewinn in der Regel versteuern. Manche Anbieter oder Anbieterinnen von Sportwetten locken Zocker/innen mit kostenlosen Startguthaben oder Bonusgutschriften. Sowohl das Startguthaben als auch die Bonusgutschrift bleibt für Sie steuerfrei – genau wie Ihr Wettgewinn. 2012 wurde die sogenannte Wettsteuer eingeführt: Seither müssen die Wettanbieter/innen fünf Prozent (seit Juli 2021 sogar 5,3 Prozent) Steuern auf alle deutschen Umsätze zahlen. Es spielt keine Rolle, ob die Wette im Wettbüro oder im Internet platziert wird, die Wettsteuer wird immer fällig.
Schenkungssteuer beim Verschenken von Gewinnen
Sie als Sportwetter/in zahlen die Wettsteuer nicht direkt an den Fiskus, sondern über einen Umweg. Denn die meisten Anbieter/innen geben die Kosten für die Wettsteuer an den Kunden oder die Kundin weiter. Die Einnahmen aus der Sportwettensteuer lassen die Staatskasse ordentlich klingeln: Der Arbeitskreis Steuerschätzung rechnet für 2023 und 2024 mit Steuereinnahmen in Höhe von über 2,6 Milliarden Euro. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie die Sportwetten-Anbieter/innen die Wettsteuer an Sie weitergeben können. Wettsteuer vom Gewinn: Der/Die Anbieter/in zieht die 5,3 Prozent direkt vom Gewinn ab und zahlt Ihnen einen entsprechend verringerten Betrag aus. seinen Wohn- oder Geschäftssitz in Deutschland hat, zuverlässig im Umgang mit steuerlichen Pflichten ist und ordnungsgemäße Geschäftsunterlagen führt und Jahresabschlüsse rechtzeitig erstellt, sofern eine Buchführungspflicht besteht.
- Gewinne aus Sportwetten sind in Deutschland steuerfrei, solange sie nicht gewerblich erzielt werden.
- Eine gewerbliche Tätigkeit liegt vor, wenn die Wetten planmäßig, wiederkehrend und mit Gewinnerzielungsabsicht getätigt werden.
- Die Abgrenzung zwischen privatem Glücksspiel und Gewerbe ist eine Einzelfallentscheidung des Finanzamts.
- Bei gewerblicher Betätigung unterliegen die Gesamtgewinne der Einkommensteuer.
- Verluste aus gewerblicher Sportwetten-Tätigkeit können mit anderen Einkünften verrechnet werden.
- Die Finanzämter prüfen Faktoren wie Umfang, Häufigkeit, Systematik und eingesetztes Kapital.
Die steuerlich beauftragte Person muss Ihre Pflichten als Veranstalterin oder Veranstalter erfüllen. Die beauftragte Person hat die gleichen Rechte und Pflichten wie die Veranstalterin oder der Veranstalter der Sportwette.
Sportwetten: Keine Angst vorm Finanzamt
Das gilt ebenso beim Pokern oder Online-Pokern. Die Steuerfreiheit gilt übrigens bet online sportwetten verluste zurückfordern nicht nur für Sportwetten. Wer beispielsweise einen Lottogewinn abräumt, muss diesen ebenfalls nicht versteuern. Denn der entscheidende Faktor bei Gewinnen aus Sportwetten und Lotterien ist Glück – und nicht etwa Können. Wer allerdings eine Leistung für den Gewinn erbringt, muss diesen versteuern.
Wettsteuer in Deutschland: Wer muss zahlen?
Das gilt zum Beispiel bei Spielshows, wenn der Gewinn mit der Beantwortung von Quizfragen erzielt wurde. Ganz ohne Steuerbelastung kommt man bei einer privaten Wette dennoch nicht davon. Auf die 2012 eingeführte Wettsteuer müssen Wettanbieter aktuell 5,3 Prozent Steuern auf Wetteinsätze in Deutschland abführen. Zwar ist Sportwettensteuer Sache der Wettanbieter, allerdings werden diese Kosten in den meisten Fällen an die Kunden weitergegeben beziehungsweise auf sie umgelegt. Private Spieler zahlen die Wettsteuer quasi durch die Hintertür, also indirekt.
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